Beiträge - Bereich Nebra

Wie wird der Beitrag ermittelt?

Der Schmutzwasserbeitrag ergibt sich aus Multiplikation der Geschossfläche mit dem Beitragssatz (im unbeplanten Innenbereich).

Schmutzwasserbeitrag = Geschossfläche x Beitragssatz

Man nennt diesen nutzungsbezogenen Maßstab auch Geschossflächenmaßstab. Der AZV unterscheidet im Bereich des ehemaligen AZV Nebra dabei zwischen

  • dem erstmaligem Herstellungsbeitrag, welcher für die erstmalige Herstellung von Abwasser- anlagen erhoben wird
  • und dem besonderem Herstellungsbeitrag, welcher von s.g. Altanschlussnehmern erhoben wird. Als so genannte "Altanschlussnehmer" werden Grundstückseigentümer bezeichnet, die vor dem 15.06.1991 bereits an eine zentrale Abwasseranlage angeschlossen worden bzw. die Möglichkeit der Inanspruchnahme dieser Anlage hatten.

Für Niederschlagswasser wird kein Beitrag erhoben. Hier erfolgt die Finanzierung ausschließlich über die Gebühren.

Was bedeutet Geschossflächenmaßstab?

Der Geschossflächenmaßstab ist ein s.g. "Nutzungsmaß über die Geschossflächen". Bei beplanten Gebieten wird dabei die mögliche Bebaubarkeit von Grundstücken und bei unbeplanten die tatsächliche Bebauung gewertet. Aufgrund der umfangreichen Differenzierung dieses Maßstabes wird auf die Erläuterungen in der Beitragssatzung verwiesen.

Was ist ein Vollgeschoss?

Vollgeschosse sind Geschosse, deren Deckenoberfläche im Mittel mehr als 1,60 m über die Geländeoberfläche hinausragen und die über mindestens zwei Drittel ihrer Grundfläche eine lichte Höhe von mindestens 2,30 m haben. Als Vollgeschosse gelten auch Geschosse, die nicht die vorgesehene Höhe aufweisen, wenn vor, bei oder nach Errichtung eine Nutzung genehmigt worden ist, die den Nutzungsmöglichkeiten eines Vollgeschosses entsprechen, oder eine solche Nutzung nach Errichtung geduldet worden ist und diese Nutzung noch geduldet wird.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Der AZV erhebt für den Bereich des ehemaligen AZV Nebra einen Beitrag auf Grundlage der Schmutzwasserbeitragssatzung. Dieser ist ein Baukostenzuschuss, der zur Finanzierung des nicht durch öffentliche Zuwendungen gedeckten Anteils der Herstellungskosten des Hauptkanals, der Pumpwerke, Überleitungen und Kläranlagen des AZV dient. Der Beitrag für die anzuschließenden Grundstücke errechnet sich aus der vorhandenen oder baulich möglichen Geschossfläche.

Nicht bebaute - aber bebaubare - Grundstücke werden in gleicher Weise veranlagt, wobei die nicht vorhandene Bebauung im Wesentlichen aus den benachbarten Grundstücken und deren Bebauung (Ermittlung einer Faktorenzahl = Verhältnis der Geschossfläche zur Grundstücksgröße) oder einem Bebauungsplan ermittelt wird.

Wie kommt der Beitrag zustande?

Der Beitrag wird durch die sogenannte Globalkalkulation ermittelt. Hierbei wurden die gesamten anfallenden und bereits angefallenen Investitionskosten durch die gesamte beitragsfähige Fläche geteilt. Der Beitrag wurde nach der bestehenden Einrichtung des Verbandes mit vorgelagertem Schmutzwassernetz ermittelt.

Nicht bebaute Grundstücke, bei denen jedoch die Möglichkeit der Bebauung besteht, werden in gleicher Weise veranlagt, wobei die mögliche Bebauung im Wesentlichen aus den benachbarten Grundstücken oder einem Bebauungsplan ermittelt wird.